Horst Gunkel : Die Jesus-Trilogie – Band 2
Jesus - die Jahre 30- 33
Band 2 der Jesus-Trilogie
Kapitel 1 Die Rückkehr nach Galiläa Audiodatei 05. Oktober2026 (17 Min.)
Begriffserläuterungen zu Band
2, Kapitel 1
Abba – Wenn Jesus Gott anbetete, verwendete er dieses aramäische Wort für „Vater“. Er nahm nicht die Anrede JHWH, die im Tenach verwendet wurde. Während JHWH den alttestamentarischen strengen Gott, der ursprünglich der Kriegsgott der Juden war, bezeichnet, interpretiert Jesus das Göttliche neu und sieht darin eine milde, verständnisvolle und unterstützende Vaterfigur.
Agápē –
(griech.) eine allumfassende, göttliche Liebe, die unabhängig
ist von den Eigenschaften dessen, auf den sie sich richtet,
gleichbedeutend mit Mettā
Antioch – war eine der Hauptstädte des Seleukidenreiches, Neugründung im Jahre 300 v.u.Z. (nach einem Erdbeben). Die Stadt heißt heute Antakya und liegt im äußersten Süden der Türkei an der syrischen Grenze (nahe Aleppo). 64 v. Chr. verleibte sich das Römische Reich die Reste des Seleukidenreiches ein, Antioch wurde zur Hauptstadt der Provinz Syrien (neben Ägypten die reichste Provinz des Römischen Reiches). Zu Jesu´ Zeiten hatte Antioch 500.000 Einwohner und war damit eine der vier größten Städte des Reiches (neben Rom, Alexandria und Karthago).
Arsakia – Hauptstadt des Arsakidenreiches
Arsakidenreich – Arsakiden ist der Name der vom Parther Arsakes I. begründeten Dynastie, die ab dem 3. Jahrhundert v.u.Z. bis 224 u.Z. das Partherreich beherrschte. Die Hauptstadt Arsakia lag in etwa dort, wo sich heute Teheran befindet. Das Arsakidenreich umfasste zum Höhepunkt seiner Macht nicht nur den ganzen heutigen Iran, sondern auch den größten Teil des Irak, Turkmenistans sowie Teile der Türkei, Aserbeidschans und Georgiens.
Bharat
Ganarajya –
(Sprache: Hindi) indische Bezeichnung für Indien
Brahmā – einer der Hauptgötter des Hinduismus, er gilt dort als der Schöpfer. Der Buddhismus kennt keinen Schöpfergott.
Brahmanen – eine der Kasten im Hinduismus, nur Brahmanen dürfen religiöse Rituale vollziehen
Brahmanismus – indische Religion, in der (u.a.) einen Brahman (Gott) verehrt wird. Der B. heute als Hinduismus bezeichnet.
Buddha – wörtlich: Erwachter (oder Erwachte); Person, die das Ziel desBuddhismus erreicht hat und damit befreit ist von den Fesseln des Ichglauben
Essēner - eine religiöse Gruppe im antiken Judentum vor der Zerstörung des zweiten Tempels (70 n. Chr.) bezeichnet, deren wesentliche theologische Hauptmotive die „messianische Naherwartung“ und die „Kritik am unreinen Tempelkult“ in Jerusalem waren. Nach verschiedenen Angaben zeitgenössischer Autoren (Philon von Alexandria, Plinus d. Ä. und Flavius Josephus) befolgten sie strenge, zum Teil asketische Lebensregeln. Demnach war sie eine im 2. Hd. v. Chr. entstandene jüdische Ordensgemeinschaft in Palästina, die möglicherweise auch vom Zorastrismus, Pythagoreismus und vom Buddhismus beeinflusst worden war. (Wikipedia 10.1.24)
JHWH – ist der Eigenname des Gottes im Tanach. Da es in der hebräischen Schrift keine Vokale gibt enthält er keine Konsonanten. Ausgesprochen wird er Jahwe, oder auch Jehova.
Karma – im Buddhismus jede absichtlich ausgeführte Handlung. Es wird davon ausgegangen, dass Handlungen Folgen haben, die (auch) auf den Verursacher zurückwirken. Im Hinduismus hingegen wird meist davon ausgegangen, dass es karmisch heilsam sei, sich an die Regeln und Beschränkungen seiner Kaste zu halten und die Brahmanen (bezahlte) Opfer für einen bringen zu lassen.
Kaste – die indische Gesellschaft wird gemäß der hinduistischen Religion in streng voneinander abgetrennte Kasten eingeteilt, die wichtigsten Kasten sind die Brahmanen (Priester), kṣatriya (Adel, Krieger, Beamte) und die vaiśya (Sanskrit: Kaufleute, Händler, Großgrundbesitzer) und śūdras (Arbeiterklasse incl. Handwerker), darunter stehen die Dalits (Kastenlose, Unberührbare). Auf diese Art schuf der Hinduismus eine Apartheidsgesellschaft mit einer arischen Mittel- und Oberschicht, und einer indigenen Bevölkerung, die man nicht einmal berühren durfte; so sollte eine Rassenvermischung verhindern werden.
Messias – das Wort bezeichnet seit dem Propheten Jessaja die Erwartung des rechtmäßig von Gott eingesetzten Königs. Der Begriff (hebräisch משיח, griechisch transkribiert Μεσσίας, ins Griechische übersetzt Χριστός Christós, latinisiert Christus) stammt aus den heiligen Schriften im Judentum, dem Tanach, und bedeutet „Gesalbter“. Er bezeichnet nach dem Tanach den Retter und Friedensbringer der Endzeit.
Mettā – (Sprache: Pāḷi) eine sehr positive Emotion: Wohlwollen, Zuneigung, (nichterotische) Liebe, oft als „liebende Güte“ übersetzt. Mitunter wird sie auch als „Allgüte“ bezeichnet, denn Mettā soll allen Wesen in gleicher Weise entgegen gebracht werden. Es ist das, was beispielsweise Jesus meint, wenn er sagt, man solle nicht nur seinen Nächsten lieben wie sich selbst, sondern sogar seinen Feind.
Nazareth – Heimatort Jesu und Galiläa
nibbāna = das Pāḷiwort entspricht Nirwana (sanskr.)
Nirwana – (auf sanskrit: nirvāṇa bzw. auf Pāḷi: nibbāna) Ziel des Buddhismus, das Wort bedeutet „verwehen“ oder Nicht-Wahn.
Pāḷi
– eine Schriftsprache, in der in
erster Linie buddhistische Texte niedergeschrieben sind, sie
wurde vom 6. Jhd. v. u. Z. bis zum 10 Jhd. u. Z. verwendet
(mittelindische Zeit), ältere Texte sind altindisch, die
zuständige Schriftsprache ist Sanskrit.
Es wird angenommen, dass Pāḷi aus dem Dialekt Magadhi
abgeleitet wurde, dem Dialekt, der in Maghada,
gesprochen wurde, einem der nordindischen Staaten, in dem sich
der Buddha oft aufhielt. Das Wort Pāḷi bedeutet „Textzeile“,
woraus schon deutlich wird, dass es sich um eine typische
Schriftsprache handelt.
Rabbiner - das ist ein Funktionsträger in der Jüdischen Religion. Seine Hauptaufgabe ist es, die Tora (ein Teil des Tenach) zu lehren. Die Grundform des Rabbiners entwickelte sich, als sichgelehrte Lehrer versammelten, um die schriftlichen und mündlichen Gesetze des Judentums zu kodifizieren.
Seelenwanderung – gibt es im Hinduismus, aber nicht im Buddhismus, weil dieser keine ewige Seele kennt, nur Bewusstsein. Bei der Seelenwanderung wird davon ausgegangen, dass sich eine Seele immer wieder in Menschen oder Tieren (oder auch körperlosen Wesen) reinkarniert.
Talmud - (dt. Belehrung, Studium) ist eines der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums. Der Talmud enthält selbst keine biblischen Gesetzestexte (die finden sich im Tanach), sondern zeigt auf, wie diese Regeln in der Praxis und im Alltag von den Rabbinern verstanden und ausgelegt wurden. (Quelle: Wikipedia am 30.4.2024)
Tanach - oder Tenach (hebr. תנ״ך TNK) ist eine von mehreren Bezeichnungen für die Hebräische Bibel, die Sammlung der heiligen Schriften des Judentums er enthält unter anderem die Tora (Weisung). Das Christentum hat alle Bücher des Tanach - etwas anders geordnet – übernommen. Sie sind das Alte Testament.
Wiedergeburt – in
Hinduismus reinkarniert sich die Seele nach dem Tode neu. Anders
im Buddhismus, dieser kennt weder eine Seele noch ein Selbst,
sondern nur Prozesse. Karmisch unvollkommene Prozesse, d. h.
solche die mit Gier, Hass und Verblendung kontaminiert sind,
führen zu einem Wiederentstehen. Gewohnheiten und
Verhaltensmuster bestehen so weiter, auch über den Tod einer
Person hinaus. Es ist also nicht so, dass eine verstorbene
Person, oder ein „Ich“ wiedergeboren wird. Der Buddha vermied
den Ausdruck Wiedergeburt, da dies den Anschein erweckt, es gäbe
ein Wesen, das wiedergeboren wird.
Zoroastrismus bzw. Zarathustrismus (auch: Mazdaismus oder Parsismus ist eine Religion, die von Zarathustragestiftet wurde. Der Begriff wurde vermutlich erst im 19. Jahrhundert n. Chr. gebräuchlich. Die Religion Zarathustras, die auf sehr alten indoarischen Traditionen und Überlieferungen fußt, entstand zwischen 1800 und 600 v. Chr. Ihre Herkunft ist umstritten. Sie breitete sich etwa im 7. bis 4. Jahrhundert v. Chr. im iranischen Kulturraum (von Gemeinschaften im östlichen Kleinasien und in Mesopotamien über Persien bis zum zentralasiatischen Raum) aus.
Fußnoten
Der Buchtext enthält zahlreiche Fußnoten, die teils auf Bibelzitate verweisen, teils auf andere Quellen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass man erkennt, wie diese Erzählung sich so gut wie möglich an die Realität hält. Diese Fußnoten fehlen aus technischen Gründen in der Audiodatei. Wer Wert auf diese Zusammenhänge legt, der sei auf das Buch verwiesen.
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