Horst Gunkel : Die Jesus-Trilogie – Band 1


Jesus - die erste Indienreise

Ein plausibler Entwicklungsroman



Kapitel 6 - Bei den Essēnern                  Audiodatei  11.05.2026 (20 Min.)


Begriffserläuterungen zu Kapitel 6

Antioch – war eine der Hauptstädte des Seleukidenreiches, Neugründung im Jahre 300 v.u.Z. (nach einem Erdbeben). Die Stadt heißt heute Antakya und liegt im äußersten Süden der Türkei an der syrischen Grenze (nahe Aleppo). 64 v.Chr. verleibte sich das Römische Reich die Reste des Seleukidenreiches ein, Antioch wurde zur Hauptstadt der Provinz Syrien (neben Ägypten die reichste Provinz des Römischen Reiches). Zu Jesu Zeiten hatte Antioch 500.000 Einwohner und war damit eine der vier größten Städte des Reiches (neben Rom, Alexandria und Karthago).

Erleuchtung – Den Begriff gibt es in verschiedenen Religionen, ist jedoch dort meist nicht scharf definiert. Im Buddhismus ist er gleichbedeutend mit Erwachen, ein Zustand, in dem alle Triebe restlos erloschen sind.. Ein erleuchtetes Wesen sieht die Welt völlig unverblendet, das heißt, es hat den Dualismus (aus Subjekt und Objekt) überwunden, was bedeutet, dass es sich als nicht von der Umwelt getrennt sieht, dass der Glaube an ein „ich“ oder „Selbst“ überwunden ist. Dies ist keine rein intellektuelle Erkenntnis, sondern spiegelt sich im Denken, Fühlen und Handeln des/der Erleuchteten. In anderen Religionen wird Erleuchtung anders gesehen.

Erwachen – andere spirituelle Traditionen sprechen von Erleuchtung, im Buddhismus verwenden wir besser den Ausdruck „Erwachen“ für das, was der Buddha erreicht hat. Während unter „Erleuchtung“ jeder etwas anderes verstehen kann, beschreibt „Erwachen“ das spezifisch Buddhistische, die Tatsache, dass die erwachte Person die drei Wesensmerkmale dukkha, anicca und anattā völlig verwirklicht hat. Es ist für die erwachte Person so, als sei alles, was vorher war, so absurd und unlogisch wie ein Traum, daher der Ausdruck „Erwachen“.

Erwachter – die deutsche Übersetzung von „Buddha”

Essēner - eine religiöse Gruppe im antiken Judentum vor der Zerstörung des zweiten Tempels (70 n. Chr.) bezeichnet, deren wesentliche theologische Hauptmotive die „messianische Naherwartung“ und die „Kritik am unreinen Tempelkult“ in Jerusalem waren. Nach verschiedenen Angaben zeit­genössischer Autoren (Philon von Alexandria, Plinus d. Ä. und Flavius Josephus) befolgten sie strenge, zum Teil asketische Lebensregeln. Demnach war sie eine im 2. Hd. v. Chr. entstandene jüdische Ordensgemeinschaft in Palästina, die möglicherweise auch vom Zorastrismus, Pythagoreismus und vom Buddhismus beeinflusst worden war. (Wikipedia 10.1.24)

Israel – ist hier nicht der Name eines Staates - den gibt es erst seit 1948 – sondern einer Gruppe von Volksstämmen, nach den Tanach von zwölf Stämmen.

JHWHist der Eigenname des Gottes im Tanach. Da es in der hebräischen Schrift keine Vokale gibt enthält er keine Konsonanten. Ausgesprochen wird er Jahwe, oder auch Jehova.

Judäa wurde damals das Siedlungsgebiet der Juden genannt, es war seit 63 v. u. Z. Teil der größeren Region Palästina, die wiederum Teil der Provinz Syrien des Römischen Reiches war.

Passafest ist eins der wichtigsten Feste des Judentums (hebräisch: Pesach), das jährlich im Frühjahr gefeiert wird. Ursprünglich war Passa ein Hirtenfest und noch immer ist es mit der Zeit des ersten Frühlingsvollmonds verbunden (wie unser Osterfest). Für Israel ist es aber zu einem Fest von größerer Bedeutung geworden. Es erinnert an den Auszug aus der ägyptischen Gefangenschaft, die nach einem jüdischen Mythos von Moses angeführt worden sein soll.

Rabbiner das ist ein Funktionsträger in der Jüdischen Religion. Seine Hauptaufgabe ist es, die Tora (ein Teil des Tenach) zu lehren. Die Grundform des Rabbiners entwickelte sich, als sich gelehrte Lehrer versammelten, um die schriftlichen und mündlichen Gesetze des Judentums zu kodifizieren.

Tanach oder Tenach (hebr. תנ״ך TNK) ist eine von mehreren Bezeichnungen für die Hebräische Bibel, die Sammlung der heiligen Schriften des Judentums er enthält unter anderem die Tora (Weisung). Das Christentum hat alle Bücher des Tanach - etwas anders geordnet – übernommen. Sie sind das Alte Testament.

Therapeuten - (altgr. Θεραπευταί)waren eine der Mystik zugewandte Gruppe jüdischer Einsiedler im Ägypten vom Anfang des 1. Jhd. v. u.Z. Die Quelle dessen, was wir über die Therapeuten wissen, ist Philon von Alexndria der in der ersten Hälfte des 1. Jhd. u.Z. lebte. Er beschreibt die Therapeuten in der Schrift De Vita contemplativa („Über das kontemplative Leben“). Die Therapeuten gelten mit den Essenern als Vorläufer des christlichen Mönchstums. Von einigen Historikern wird die Hypothese vertreten, dass die Bezeichnung Θεραπευταί für den vorchristlichen Mönchs- und Nonnenorden möglicherweise eine Verformung des Sanskrit-/Paliwortes „Theravada“ war, einer Form des Buddhismus. (nach: Wikipedia 10.1.2024

Fußnoten

Der Buchtext enthält zahlreiche Fußnoten, die teils auf Bibelzitate verweisen, teils auf andere Quellen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass man erkennt, wie diese Erzählung sich so gut wie möglich an die Realität hält. Diese Fußnoten fehlen aus technischen Gründen in der Audiodatei. Wer Wert auf diese Zusammenhänge legt, der sei auf das Buch verwiesen.


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