Horst Gunkel : Die Jesus-Trilogie – Band 1
Jesus - die erste Indienreise
Ein plausibler Entwicklungsroman
Kapitel 17 Amar Jadoo - der ganz Harte Audiodatei 27.05.2026 ( Min.)
Begriffserläuterungen zu
Kapitel 17
Ashram – bezeichnet ursprünglich die Einsiedelei eines indischen Asketen, heute jedoch ein klosterähnliches Meditationszentrum einer hinduistisch beeinflussten Sekte an dem Anhänger einer spirituellen Lehre leben und sich unterweisen lassen. Den spirituellen Leiter und Führer eines Ashrams nennt man Guru.
Benares – (heute: Varanasi im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, die bis auf das 11. Jh. v.u.Z. Zurückgeht). Es ist die Stadt, wo der Buddha erstmals den Dharma darlegte. Sie gilt als spirituelle Hauptstadt Indiens und zieht noch heute unzählige Hindu-Pilger an, die hier im heiligen Wasser des Ganges baden und Bestattungsrituale vornehmen. In den gewundenen Straßen der Stadt liegen rund 2.000 Tempel.
Bhārat Gaṇarājya
– (Sprache: Hindi) indische Bezeichnung für
Indien
Bimbisara – König von Maghada, Anhänger und Freund des Buddha, wurde von seinem Sohn Ajatasattu ermordet
Brahmā – einer der Hauptgötter des Hinduismus, er gilt dort als der Schöpfer. Der Buddhismus kennt keinen Schöpfergott.
Brahmanen – eine der Kasten im Hinduismus, nur Brahmanen dürfen religiöse Rituale vollziehen
Buddha – wörtlich: Erwachte/r; eine Person, die das Ziel des Buddhismus erreicht hat und damit befreit ist von den Fesseln des Ichglaubens.
Dharma – hier gewöhnlich die Bezeichnung für die Lehren des Buddha. Das Wort bedeutet Wahrheit, (Natur-)Gesetz, Wissenschaft, Lehre.
Edle Achtfältige Pfad, der – erste und zentrale Beschreibung des Buddha für den Pfad zur Erleuchtung. Hier werden acht Baustellen genannt, an denen wir arbeiten müssen: 1. Rechte (oder Vollkommene) Vision (Ansicht), 2. Rechte Entschlossenheit, (3) Rechtes Denken, (4) Rechtes Handeln, (5) Rechter Lebenswandel, (6) Rechtes Bemühen, (7) Rechte Achtsamkeit, (8) Rechte meditative Vertiefung
Erwachter – die deutsche Übersetzung von „Buddha”
Fakir - Der Ausdruck wird für heimat- und besitzlos umherwandernde Hindu-Asketen verwendet, die ihre teilweise bizarren Künste vor Publikum demonstrieren, z.B. wie sie scheinbar ohne sichtbare Schmerzen Dinge tun, die normalerweise überaus peinvoll sind. (Im isalmischen Sufismus ist der Begriff anders besetzt.)
Galiläa – Ist ein großes Gebiet im Norden des heutigen Israel (westlich des Jordan, sowohl südlich als auch nördlich des See Genezareth. Der Begriff „Galiläa“ kommt aus dem Hebräischen und heißt eigentlich „Bezirk der Heiden“.
Ganesh – oder Ganesha ist eine der beliebtesten Formen des Göttlichen im Hinduismus. Die elefantenköpfige Gottheit ist überaus populär und ihr Geburtstag (zwischen Mitte August und Mitte September) ist für viele Hindus der höchste Feiertag. In Mumbai ist seine Verehrung nur mit der Marienverehrung in einige Katholischen Ländern zu vergleichen, sein Geburtstag ist dort das höchste Fest, es gibt Gottesdienste und Prozessionen mit unzähligen Statuen von ihm, diese werden zum Abschluss im Meer versenkt.
Ganges – Einer der großen Ströme des ind. Subkontinents (neben Indus und Brahmaputra). Er gilt bei den Hindus als heilig, diese versprechen sich von einem Bad im Ganges die Absolution von ihren Sünden. Der Buddha lebte und wanderte im Umfeld des Ganges.
Gṛddhakūṭa = Geierspitze, Berg bei Rājagṛha, auf dem sich der Buddha gern aufhielt.
Guru – spiritueller Lehrer und/oder Anführer
Hindu – Anhänger des Hinduismus
Hinduismus – Mehrheitsreligion in Indien schon zu Zeiten des Buddha und bis heute
Jainismus – Der Jainismus ist eine indische Religion, die es seit etwa 3500 Jahren gibt (teilweise wir er auf noch älter geschätzt. Seine großen Lehrer werden als „Furtbereiter“ bezeichnet, weil sie die Furt auf gezeigt haben, zu denen es an das andere Ufer (Nirwana) geht. Historisch belegt ist der letzte dieser Furtbereiter, Mahavira der zur gleichen Zeit lebte wie der Buddha. Er war radikaler als der Buddha und gewissermaßen sein Konkurrent auf dem Markt der neuen Religionen Indiens vor 2500 Jahren. Im Gegensatz zum Buddhismus ist der Jainismus in Indien niemals verschwunden. Heute bekennen sich in Indien mindestens fünf Millionen Menschen zum Jainismus. Der wohl weltweit berühmteste Inder bis heute – Mahatma Gandhi, ein gläubiger Hindu – stand dieser Religion nahe, deren Anhänger eine radikale Gewaltlosigkeit zu leben versuchen.
Jeta-Hain – Wäldchen, das der Kaufmann Anāthapiṇḍika für einen horrenden Preis dem Prinzen Jeta abkaufte, um darin ein Regenzeitquartier für den Sangha des Buddha einzurichten.
jhāna – (Palibegriff, in Sanskrit: dhyana) ist ein meditativer Vertiefungszustand; nach der häufigsten Einteilung gibt es acht aufeinander aufbauende Vertiefungen. Ziel dieser Vertiefungen ist die Überwindung des Ego sowie der Gedanken und das Erreichen einer kosmischen Verbundenheit, die im Buddhismus als Nondualität zwischen Ich und Ander gesehen wird (anattā = Nicht-Ich).
JHWH – ist der Eigenname des Gottes im Tanach. Da es in der hebräischen Schrift keine Vokale gibt enthält er keine Konsonanten. Ausgesprochen wird er Jahwe, oder auch Jehova.
Kaste – die indische Gesellschaft wird gemäß der hinduistischen Religion in streng voneinander abgetrennte Kasten eingeteilt, die wichtigsten Kasten sind die Brahmanen (Sanskrit: brāhmaṇa = Priester), kṣatriya (Sanskrit: Adel, Krieger, Beamte) und die vaiśya (Sanskrit: Kaufleute, Händler, Großgrundbesitzer) und śūdras (Sanskrit: Arbeiterklasse incl. Handwerker), darunter stehen die Dalits (Kastenlose, Unberührbare). Auf diese Art schuf der Hinduismus eine Apartheidsgesellschaft mit einer arischen Mittel- und Oberschicht, und einer indigenen Bevölkerung, die man nicht einmal berühren durfte; so sollte eine Rassenvermischung verhindern werden.
Magadha – Staat im Norden Indiens z. Z. des Buddha. M. war etwa so großwie Hessen und stand in Konkurrenz zum Nachbarstaat Kosala.
Mahāvira - wörtl.: „großer Held“ gilt vielen als der Begründer der indischen Religion Jainismus, die etwa zeitgleich mit dem Buddhismus entstanden ist. Die Lehre des Jainismus existiert in Indien bis auf den heutigen Tag; außerhalb des Subkontinents konnte sie jedoch – im Gegensatz zur Lehre Buddhas – nie nennenswert Fuß fassen.
Mantra – eine heilige Silbenfolge, die in Ritualen häufig wiederholt aufgesagt wird, das bekannteste Mantra ist OM MANI PADME HUM. Das Wort Mantra kann mit „Schutzgeist“ übersetzt werden
Nazareth – kleiner Ort in Galiläa. Hier wuchs Jesus auf. Das „N“ in der Kreuzinschrift weist auf seine Herkunft hin (Jesus von Nazareth, König der Juden).
Palästina – Den Staat Israel gibt es erst seit 1948. Die Region, in der Jesus geboren wurde, wird Galiläa genannt. Galiläa war zu Jesu Zeit bestandteil von Palästina, das wiederum zur Provinz Syrien der Römsichen Reiches gehörte.
Parinibbāna – Tod eines Erwachten. Mit dem Erwachen hatte dieser Nirwana (Pāḷi: nibbāna) verwirklicht, er war dem Kreislauf aus Geburt und Wiedertod entronnen. Da er jedoch noch einen Körper hatte, musste er noch einmal sterben, geht dann aber keiner neuen Geburt mehr entgegen. Diesen letzten Tod nennt man p.
Pārvatī - ist eine
hindusistische Göttin, die als die Gattin und des
Shivaund Mutter von Ganesh gilt.
Puruschapura – Heute heißt die Stadt am östlichen Ausgang des Chaiber-Passes Peschawar und hat 2 Mio. Einwohner; zu Jesu´ Zeiten war die Stadt erst vor wenigen Jahrzehnten von den buddhistischen Königen Gandharas gegründet worden.
Prakrit –– Ich nenne die damalige Sprache im Folgenden „Prakrit“, obwohl dieser Ausdruck eigentlich erst ab dem Frühmittelalter verwendet wird. Es ist also gewissermaßen „Frühprakrit“. Eine andere Bezeichnung gibt es nicht, da dies keine Schriftsprache war, wir also keine überlieferten Zeugnisse haben. Eine Schriftsprache gab es damals nur für religiöse Schriften (Sanskrit) und Dekrete der Herrscher (Pali), die aber von der gesprochenen Sprache stark abweichen.
Rājagṛha – zu Buddhas Zeiten die Hauptstadt des Königreichs Maghada. Hier fand kurz nach Buddhas Tod das erste buddhistische Konzil statt. Heute ist die 50.000 Einwohner zählende Stadt relativ unbedeutend, sie heißt jetzt Rajgir und liegt im indischen Bundesstaat Bihar. In unmittelbarer Nähe lag die größte buddhistische Universität, wo gleichzeitig etwa 15.000 Studierende von 1000 Professoren unterrichtet wurden (Diese Zahlen beziehen sich aufs 5. Jhd. u.Z.)
Sangha – spirituelle Gemeinschaft, hier besonders für die Gemeinschaft der Schülerinnen und Schüler des Buddha. Zur Sangha in engeren Sinn gehören nur Mönche und Nonnen, zur Sangha im engsten Sinn nur Erleuchtete.
Savatti – Hauptstadt von Kośala, ein Staat in Nordindien zur Zeit des Buddha. Der Kaufmann Anathapindika hatte hier einen Park mit einem Kloster gestiftet, wo der Buddha insgesamt 19 Male die Regenzeit verbrachte.
Śiva – (sanskrit: Glückverheißender) ist einer der Hauptgötter des Hinduismus. Als Bestandteil der „hinduistischen Trinität“ (Trimurti) mit den drei Aspekten des Göttlichen, also mit Brahma, der als Schöpfer gilt, und Vishnu, dem Bewahrer, verkörpert Śiva das Prinzip der Zerstörung. Außerhalb dieser Trinität verkörpert er Schöpfung und Neubeginn ebenso wie Erhaltung und Zerstörung.
Tanach – oder Tenach (hebr. תנ״ך TNK) ist eine von mehreren Bezeichnungen für die Hebräische Bibel, die Sammlung der heiligen Schriften des Judentums er enthält unter anderem die Tora (Weisung). Das Christentum hat alle Bücher des Tanach - etwas anders geordnet – übernommen. Sie sind das Alte Testament.
Trinität (lat.trinitas; deutsch ‚Dreiheit‘) ist in der christlichen Theologie die Wesenseinheit Gottes in drei Personen (Gottvater, Jesus und der hl. Geist). In der indischen Trinität (Trimurti genannt) sind es Brahma (Schöpfer), Vishnu (Bewahrer) und Shiva (Zerstörer).
Vier Edle Wahrheiten = zentrale Lehre des Buddhismus: (1) alles abhängig Entstandene ist unvollkommen, (2) es hat Ursachen (Gier, Hass, Verblendung), (3) durch Beseitigung der Ursache(n) vergeht es, (4) der Weg zur Beseitigung des Unerwünschten ist der Edle Achtfältige Pfad
Viṣṇu - (sanskr.; sprich: Wischnu) ist eine der wichtigsten Formen des Göttlichen im Hinduismus. Er gilt als das bewahrende Prinzip.
Fußnoten
Der Buchtext enthält zahlreiche Fußnoten, die teils auf Bibelzitate verweisen, teils auf andere Quellen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass man erkennt, wie diese Erzählung sich so gut wie möglich an die Realität hält. Diese Fußnoten fehlen aus technischen Gründen in der Audiodatei. Wer Wert auf diese Zusammenhänge legt, der sei auf das Buch verwiesen.
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