Horst Gunkel: Die Jesus-Trilogie – Band 1

Jesus - die erste Indienreise

Ein plausibler Entwicklungsroman



Kapitel 10    Baktrien                                    Audiodatei  09.04.2026 (43:15)


Begriffserläuterungen zu Kapitel 10

Arsakia – Hauptstadt des Arsakidenreiches

Arsakidenreich benannt nach dem Parther Arsarkes I. (3. Jh. v. Chr.), mit der Hauptstadt Arsakia ist in etwa identisch mit dem heutigen Iran.

Aśoka – (304 – 232 v.u.Z.) - indischer Kaiser, der das große Land einte. Er trat nachdem er sah, was seine blutigen Schlachten angerichtet hatten, zur Lehre Buddhas über, half bei der Verbreitung des Buddhismus, richtete soziale Institutionen (für Menschen und Tiere) ein, propagierte vegetarisches Leben, stellte Säulenedikte mit den Lehren Buddhas auf und entsandte buddhistische Lehrer u.a. nach Athen, Alexandria und Antioch (diese Stadt lag dort, wo Mittelmeer, Syrien und die Türkei heute aufeinanderstoßen), also dort, wo sich im 1. Jhd. u. Z. die erste christliche Gemeinde unter Petrus, Paulus und Barnabas gründete.

Baktra – Hauptstadt von Baktrien

Baktrien - ist der historische Name einer Landschaft um die ehemalige Hauptstadt Baktra (das heutige Balch in Afghanistan), die nördlich des Hindukusch liegt. Baktrien, wurde zum Zentrum von Wissenschaft, buddhistisch-hinduistischer Theologie und Weltwirtschaft.

Buddha – wörtlich: Erwachte/r; eine Person, die das Ziel des Buddhismus erreicht hat und damit befreit ist von den Fesseln des Ichglaubens.

Dharma – hier gewöhnlich die Bezeichnung für die Lehren des Buddha. Das Wort bedeutet Wahrheit, (Natur-)Gesetz, Wissenschaft, Lehre.

dukkha – ein zentraler Begriff der Lehre Buddhas, am einfachsten mit „Unvollkommenheit“ oder „Unzulänglichkeit“ zu übersetzen, besser wäre „das Gefühl, dass etwas letztendlich nicht vollkommen zufriedenstellend ist. Älteste Übersetzungen von Buddhas Lehre übersetzten „Leiden“, was dazu führte, dass der Buddhismus als pessimistisch galt, denn letztendlich ist alles Vergängliche unvollkommen (dukkha).

Edle Achtfältige Pfad, der – erste und zentrale Beschreibung des Buddha für den Pfad zur Erleuchtung. Hier werden acht Baustellen genannt, an denen wir arbeiten müssen: 1. Rechte (oder Vollkommene) Vision (Ansicht), 2. Rechte Entschlossenheit, (3) Rechtes Denken, (4) Rechtes Handeln, (5) Rechter Lebenswandel, (6) Rechtes Bemühen, (7) Rechte Achtsamkeit, (8) Rechte meditative Vertiefung

Erhabener – Anrede für den Buddha, wird nur von seinen Anhängern verwendet. In anderen östlichen Religionen teilweise auch Anrede für den Religionsstifter oder Guru.

Erwachen – andere spirituelle Traditionen sprechen von Erleuchtung, im Buddhismus verwenden wir besser den Ausdruck „Erwachen“ für das, was der Buddha erreicht hat. Während unter „Erleuchtung“ jeder etwas anderes verstehen kann, beschreibt „Erwachen“ das spezifisch Buddhistische, die Tatsache, dass die erwachte Person die drei Wesensmerkmale dukkha, anicca und anattā völlig verwirklicht hat. Es ist für die erwachte Person so, als sei alles, was vorher war, so absurd und unlogisch wie ein Traum, daher der Ausdruck „Erwachen“.

Erwachter – die deutsche Übersetzung von „Buddha”

Essēner eine religiöse Gruppe im antiken Judentum vor der Zerstörung des zweiten Tempels (70 n. Chr.) bezeichnet, deren wesentlichetheologische Hauptmotive die „messianische Naherwartung“ und die „Kritik am unreinen Tempelkult“ in Jerusalem waren. Nachverschiedenen Angaben zeit­genössischer Autoren (Philon von Alexandria, Plinus d. Ä. und Flavius Josephus) befolgten siestrenge, zum Teil asketische Lebensregeln. Demnach war sie eine im 2. Hd. v. Chr. entstandene jüdische Ordensgemeinschaft in Palästina,die möglicherweise auch vom Zorastrismus, Pythagoreismus und vom Buddhismus beeinflusst worden war.

Gandhāra – Antiker Staat mit Peschawar als Hauptstadt, der Teile des heutigen Afghanistan und Pakistan umfasste. Die frühere persische Provinz wurde von Alexander dem Großen erobert. Nach dessen Tod verfiel sein Weltreich. Hier begegneten sich indische und hellenistische Kultur. Zu Zeit des indischen Kaisers Aśoka verbreitete sich hier der Buddhismus und die buddhistischen Kultur wurde von griechischen Einflüssen geprägt. Hier entstanden auch erste Buddhabildnisse, die den griechischen Gott Apollo als Vorbild für unsere heutigen Buddhastatuen nahmen.

Hindukusch – Hochgebirge (bis 7700 m) in weiten Teilen Afghanistans und dem Nordwesten Pakistans. Der Name bedeutet Hindu-Mörder und zeigt an, wie mörderisch diese Passage der Seidenstraße war.

Rabbiner das ist ein Funktionsträger in der Jüdischen Religion. Seine Hauptaufgabe ist es, die Tora (ein Teil des Tenach) zu lehren. Die Grundform des Rabbiners entwickelte sich, als sich gelehrte Lehrer versammelten, um die schriftlichen und mündlichen Gesetze des Judentums zu kodifizieren.

Samādhi - „tiefe Meditation, Versenkung, spirituelle Absorbiertheit“

.Tanach oder Tenach (hebr. תנ״ך TNK) ist eine von mehreren Bezeichnungen für die Hebräische Bibel, die Sammlung der heiligen Schriften des Judentums er enthält unter anderem die Tora (Weisung). Das Christentum hat alle Bücher des Tanach - etwas anders geordnet – übernommen. Sie sind das Alte Testament.

Therapeuten - (altgr. Θεραπευταί) waren eine der Mystik zugewandte Gruppe jüdischer Einsiedler im Ägypten vom Anfang des 1. Jhd. v. u.Z. Die Quelle dessen, was wir über die Therapeuten wissen, ist Philon von Alexndria der in der ersten Hälfte des 1. Jhd. u.Z. lebte. Er beschreibt die Therapeuten in der Schrift De Vita contemplativa („Über das kontemplative Leben“). Die Therapeuten gelten mit den Essenern als Vorläufer des christlichen Mönchstums. Von einigen Historikern wird die Hypothese vertreten, dass die Bezeichnung Θεραπευταί für den vorchristlichen Mönchs- und Nonnenorden möglicherweise eine Verformung des Sanskrit-/Paliwortes „Theravada“ war, einer Form des Buddhismus.

Vier Edle Wahrheiten = zentrale Lehre des Buddhismus: (1) alles abhängig Entstandene ist unvollkommen, (2) es hat Ursachen (Gier, Hass, Verblendung), (3) durch Beseitigung der Ursache(n) vergeht es, (4) der Weg zur Beseitigung des Unerwünschten ist der Edle Achtfältige Pfad


Fußnoten

Der Buchtext enthält zahlreiche Fußnoten, die teils auf Bibelzitate verweisen, teils auf andere Quellen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass man erkennt, wie diese Erzählung sich so gut wie möglich an die Realität hält. Diese Fußnoten fehlen aus technischen Gründen in der Audiodatei. Wer Wert auf diese Zusammenhänge legt, der sei auf das Buch verwiesen.


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